Vor allem Unternehmen mit Filialen sollten bei der Werbung etwa in Verkaufsprospektenoder auch im Internet aufpassen. Hier gibt es eine Abmahnfalle bei der Angabe von Namen und Adresse. Dies ergibt sich aus mehreren aktuellen Gerichtsentscheidungen.
Werbeprospekt: Angabe der Anschrift der Filiale reicht nicht aus
12. April 2013 von RA Christian Solmecke
Schlagworte:Abmahnung, Filiale, OLG Saarbrücken, Prospektwerbung, Unternehmen, Verbraucher, Werbebroschüre, Werbung
AG Cloppenburg: Widerrufsrecht für Unternehmer im Onlineshop
21. Februar 2013 von RA Christian Solmecke
Unternehmer haben im Online-Handel normalerweise ein Widerrufsrecht. Wer das als Online-Händler nicht möchte, muss insbesondere bei der Formulierung seiner Widerrufsbelehrung aufpassen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgerichtes Cloppenburg.
Schlagworte:Abmahnung, AG Charlottenburg, Fernabsatzvertrag, Musterbelehrung, Online-Händler, Onlineshop, Unternehmer, Verbraucher, Widerruf, Widerrufsbelehrung
OLG Hamm: Irreführung durch Werbung mit „Produkt des Jahres“
30. Januar 2013 von RA Christian Solmecke
Wenn ein Online-Händler in seiner Werbung für einen bestimmten Artikel lediglich darauf verweist, dass es sich um das „Produkt des Jahres“ handelt, muss er mit einer Abmahnung wegen Irreführung des Verbrauchers rechnen. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes Hamm. Betreiber von Onlineshops sollten daher aufpassen. Dies vor allem, wenn sie mit einem von [...]
Schlagworte:Abmahnkosten, Abmahnung, Irreführung, OLG Hamm, Online-Händler, Onlineshop, Produkt des Jahres, Unterlassungserklärung, Verbraucher, Werbung
LG Amberg: Angabe des falschen Gewichtes für Sonderangebot kann Irreführung sein
30. November 2012 von RA Christian Solmecke
Wenn ein Discounter in der Werbung für ein Lebensmittel eine unzutreffende Gewichtsangabe macht, liegt hierin normalerweise eine wettbewerbswidrige Irreführung des Verbrauchers. Dies hat das Landgericht Amberg entschieden.
Schlagworte:Abmahnung, Gewicht, Irreführung, Preis, Sonderangebot, Unterlassungserklärung, Verbraucher
BGH: Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Lehman-Zertifikaten
28. November 2012 von RA Christian Solmecke
Verbraucher haben bei dem Erwerb von Lehman-Zertifikaten per Telefon oder übers Internet kein Widerrufsrecht. Dies hat der Bundesgerichtshof klargestellt. Sie sollten daher auch bei dem Kauf von finanzmarktabhängigen Anlageprodukten im Wege des Fernabsatzes vorsichtig sein.
Schlagworte:Banken, BGH, Fernabsatz, Lehmann, Verbraucher, Widerrufsrecht, Zertifikate
LG Bonn: Verbraucher müssen über SIM-Lock-Sperre bei iPhone aufgeklärt werden
19. November 2012 von RA Christian Solmecke
Wer als Telekommunikationsunternehmen für ein iPhone 5 wirbt, muss auch auf eine SIM-Lock-Sperre hinweisen. Dies hat das Landgericht Bonn entschieden.
Schlagworte:iPhone, iPhone 5, Irreführung, Kunde, Netlock, Sim Lock, Sim Lock Sperre, Verbraucher
OLG Karlsruhe: Kein Widerrufsrecht beim Zertifikatenkauf im Fernabsatz
19. Oktober 2012 von RA Christian Solmecke
Immer häufiger werden Verträge bequem von zu Hause aus abgeschlossen. Im Rahmen der sogenannten Fernabsatzverträge steht dem Verbraucher in der Regel dann ein Widerrufsrecht zu. Das OLG Karlsruhe hatte sich nun mit der Frage zu beschäftigen, ob auch ein mittels Fernabsatz getätigter Kauf von Zertifikaten dem Widerrufsrecht nach § 355 BGB unterliegt. Allerdings ist seine [...]
Schlagworte:Fernabsatz, OLG Karlsruhe, Verbraucher, Widerrufsrecht, Zertifikate
EuGH untersagt Abzocke von Verbrauchern bei Gewinnzusagen
19. Oktober 2012 von RA Christian Solmecke
Unternehmen dürfen nicht einfach im Rahmen von Gewinnzusagen Geld für die Entgegennahme des Gewinns fordern. Dies hat jetzt der Europäische Gerichtshof klargestellt. Bildnachweis: Europäische Flagge/JustusBluemer/CC BY 2.0 /Some rights reserved Vorliegend ging es um mehrere Unternehmen aus Großbritannien, die Werbesendungen an Verbraucher geschickt hatten. Dabei handelte es sich sowohl um individuell adressierte Briefe, als [...]
Schlagworte:Abzocke, aggressive Werbung, EuGH, Gewinnversprechen, Gewinnzusage, Mehrwerdienst, unlautere Geschäftspraktiken, Verbraucher
EuGH: Händler können womöglich vor Gericht im EU-Ausland verklagt werden
6. September 2012 von RA Christian Solmecke
Für Händler wird es ungemütlich, wenn sie von einem Verbraucher aus dem EU-Ausland in Anspruch genommen werden. Sie dürfen unter Umständen vor einem ausländischen Gericht im Heimatland des jeweiligen Verbrauchers verklagt werden. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH). Bildnachweis: Justitia / dierk schaefer / CC BY 2.0 / Some rights reserved
Schlagworte:EU-Ausland, EuGH, grenzüberschreitender Handel, Händler, Verbraucher
Rechtsfall des Tages:Online-Shopping:Wer haftet bei Paketverlust?
13. August 2012 von RA Christian Solmecke
Der Alptraum für jeden Online-Shopper. Das heiß ersehnte Paket mit den neuen Schuhen geht auf dem Transportweg verloren. Oder der Paketbote liefert das Paket beim Nachbarn ab und es wird dort beschädigt. Wer haftet hierfür eigentlich?
Schlagworte:Haftung, Online-Händler, Paket, Paketverlust, Verbraucher
OLG Frankfurt: Keine Irreführung durch die Bezeichnung als „Stadtwerke“
8. August 2012 von RA Christian Solmecke
Die Bezeichnung eines privaten Stromanbieters als „Stadtwerke“ kann wegen Irreführung der Verbraucher wettbewerbswidrig sein. Dies hat allerdings das Oberlandesgericht Frankfurt im konkreten Fall verneint. Bildnachweis: Justitia / dierk schaefer / CC BY 2.0 / Some rights reserved
Schlagworte:Irreführung, Oberlandesgericht Frankfurt, stadtwerke, strom, stromanbieter, Verbraucher
OLG Koblenz: Widerrufsrecht des Verbrauchers kann auch bei Vertragsänderung bestehen
8. Juni 2012 von RA Christian Solmecke
Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen oft auch bei einer Vertragsänderung per Telefon ein Widerrufsrecht. Dies ergibt sich aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Koblenz.
Schlagworte:OLG Koblenz, Online-Händler, Verbraucher, Vertragsänderung, Widerrufsbelehrung, Widerrufsrecht
BGH: Überschrift über Widerrufsbelehrung „Verbraucher haben das folgende Widerrufsrecht“ ist erlaubt
28. April 2012 von RA Christian Solmecke
Werden Kunden von einem Online-Shop durch die Formulierung „Verbraucher haben das folgende Widerrufsrecht“ in der Überschrift zur Widerrufsbelehrung in die Irre geführt? Hierzu gibt es aktuelle Entscheidung des BGH, die für Online-Händler interessant ist.
Schlagworte:Abmahnung, BGH, Musterbelehrung, Online-Händler, Verbraucher, Widerrufsbelehrung
LG Bonn: Telekom muss bei VDSL Internet-Flatrate auf Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit hinweisen
2. November 2011 von RA Christian Solmecke
Wer als Provider eine Flatrate für VDSL-Anschlüsse anbietet, muss den Kunden deutlich genug auf die Drosselung des übertragenen Datenvolumens ab einem bestimmten Transfervolumen aufmerksam machen. Er darf den Hinweis nicht in einer AGB-Klausel verstecken. Ansonsten handelt es sich um irreführende Werbung. Dies hat das Landgericht Bonn entschieden.
Schlagworte:AGB, Call und Surf Comfort VDSL, Drosselung, Flatrate, Irreführung, Landgericht Bonn, LG Bonn, Tarifinformation, Telekom, Übertragungsgeschwindigkeit, VDSL-Anschluss, Verbraucher
OLG Hamm: Online-Händler braucht gestohlene Ware nicht neu zu liefern
24. August 2011 von RA Christian Solmecke
Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass der Versandhändler normalerweise keine auf dem Transportweg entwendete Ware ersetzen muss. Gleichwohl braucht der Kunde gewöhnlich nicht auf die Rückerstattung des Kaufpreises zu verzichten.
Schlagworte:Diebstahl, Gefahrtragung, OLG Hamm, Online-Shop, Onlinehändler, Transportverlust, Unternehmer, Verbraucher, Versandkauf, Versendungskauf
OLG Düsseldorf zur Bedeutung von “Made in Germany”
31. Mai 2011 von RA Christian Solmecke
Aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes Düsseldorf ergibt sich, dass Hersteller oder Händler die Kennzeichnung ihrer Ware mit „Made in Germany“ nicht voreilig verwenden sollten. Sie können sich dabei nämlich nicht hinter zollrechtlichen Bestimmungen verstecken. Vielmehr ist das Verständnis des gewöhnlichen Verbrauchers maßgeblich.
Schlagworte:China, Händler, Irreführung, Made in Germany, Unterlassung, Verbraucher, Werbung, Wettbewerbswidrigkeit
Der Hacker-Angriff auf das Playstation Network bei Sony und seine Folgen
28. April 2011 von RA Christian Solmecke
Bei einem Hacker-Angriff auf das Sony Online-Network wurden vermutlich Datensätze von etwa 70 Millionen Nutzern entwendet. Dazu gehört neben persönlichen Daten eventuell auch die Kreditkartennummer. Geschädigte Kunden sollten sich nicht durch den Hinweis auf Haftungsbeschränkungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) mit Almosen abspeisen lassen.
Schlagworte:AGB, datenschutz, Hacker, Hackerangriff, Haftung, Haftungsausschluss, Haftungsbeschränkung, Klausel, Kreditkarte, Kreditkartennummer, Kunde, Playstation, Playstation 3, Playstation Network, Sony, Sony Online-Network, Sorgfaltspflichten, Verbraucher
Europäisches Parlament befürwortet Stärkung der Verbraucherrechte im Online-Handel
1. April 2011 von RA Christian Solmecke
Das europäische Parlament unterstützt ein Gesetzespaket der europäischen Union, durch das die Rechte der Verbraucher besser geschützt und der grenzüberschreitende Handel erleichtert werden soll.
Schlagworte:EU, Fernabsatz, Online-Handel, Verbraucher, Verbraucherschutzrichtlinie, Widerruf
Urteil des OLG Brandenburg zur „40-Euro-Klausel“ im Rahmen von Widerrufsbelehrungen
15. März 2011 von RA Christian Solmecke
Hinsichtlich der Verwendung der 40-Euro-Klausel beim Widerruf hat das OLG Brandenburg (Urteil v. 22.02.2011, Az. 6 U 80/10) die bisherige Rechtsprechung weiter konkretisiert. Hierbei geht es darum, inwieweit ein Händler dem Verbraucher die Rücksendekosten beim Widerruf durch eine Klausel auferlegen darf.
Schlagworte:40-Euro-Klausel, AGB, Händler, Klausel, Rücksendekosten, Verbraucher, Verkäufer, Widerrufsbelehrung, Widerrufsrecht
BGH: Kunde muss bei Haustürgeschäft vollständig über die Folgen eines Widerrufes belehrt werden
4. März 2011 von RA Christian Solmecke
Bei einem Haustürgeschäft muss der Verbraucher eine vollständige Widerrufsbelehrung erhalten. In dieser muss nicht nur über die Ausübung des Widerrufsrechtes, sondern auch über die rechtlichen Konsequenzen aufgeklärt werden. Diesbezüglich reicht normalerweise nicht der Hinweis auf Rückgewähr der Leistungen aus. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Schlagworte:Händler, Haustürgeschäft, Verbraucher, Verkäufer, Widerruf, Widerrufsbelehrung